Zum ersten Mal durfte die SG Dynamo Dresden im komplett fertiggestellten neuen Wildparkstadion auflaufen und musste sich dort sportlich mit nur einem Punkt zufriedengeben. Auf den Rängen verfolgten mindestens 3.600 Schwarz-Gelbe die spannende Partie und legten vor allem in der ersten Halbzeit einen sehr stimmungsvollen Auftritt hin. Im Anschluss füllten 430 Dynamo-Fans unseren Online-Fragebogen aus und gaben damit einen Einblick in ihre Wahrnehmungen des Spieltags in Karlsruhe.
Die Gesamtdurchschnittsnote liegt bei 2,0 und stellt damit den besten Saisondurchschnittswert dar. In allen Kategorien gab es Bestnoten, bis auf die Sparte Stimmung im Gästeblock, die aber mit der Note von 1,9 immer noch leicht überdurchschnittlich bewertet wurde und aufgrund des in der 2. Halbzeit leicht abfallenden Stimmungspegels eine Bestnote verpasste.
In den schriftlichen Rückmeldungen wurde der Auswärtstag in Karlsruhe insgesamt von vielen Fans als angenehm, entspannt und gut organisiert beschrieben. Neben der gut koordinierten Stimmung im Gästeblock wurde besonders das überwiegend zurückhaltende und kommunikative Auftreten der Polizei positiv hervorgehoben (im Stadion Note 2,1 und außerhalb Note 2,3).
Auch das Shuttle-Konzept wurde mehrfach positiv bewertet, auch wenn es an einigen Details Kritik gab, wie z.B. lange Wartezeiten und überfüllte Busse nach dem Spiel.
Der empfohlene Parkplatz wurde sehr gut angenommen, war von der Kapazität her jedoch nicht ausreichend, so dass einige Fans sich auf eigene Faust auf Parkplatzsuche begaben.
Ein weiteres auffälliges Thema in den Rückmeldungen waren Konflikte innerhalb des eigenen Anhangs. Dabei ging es unter anderem um Streit im Sitzplatzbereich sowie um Situationen, in denen Fans – aus Sicht einzelner Gruppen – ohne ausreichende Fankleidung aus dem Gästeblock weggeschickt wurden. Diese Vorfälle wurden in mehreren Rückmeldungen deutlich kritisiert. Einzelne Anmerkungen thematisierten zudem weitere problematische Verhaltensweisen einzelner Dynamo-Fans, darunter rassistische oder antisemitische Äußerungen sowie Beschädigungen im Sanitärbereich. Diese Aspekte traten zwar nicht in großer Zahl auf, sind aber dennoch relevant, weil sie den Spieltag für einzelne Fans negativ geprägt haben. Dennoch wurde insgesamt das eigene Verhalten mit dem Spitzenwert von 1,6 benotet.
Die Einlasssituation wurde mit der Note 2,1 ebenfalls sehr gut bewertet, auch wenn es für einige Personen etwas zu langsam ging. Der Ordnungsdienst allgemein bekam mit der Note 2,1 auch eine im Saisonvergleich herausragende Bewertung.
Auch das Catering wurde in mehreren Rückmeldungen gelobt, auch wenn die Preise als etwas teuer empfunden wurden. Insgesamt war es für die meisten Fans ein sehr angenehmer Aufenthalt in Karlsruhe.
Wir danken allen Dynamo-Fans, die ihre Wahrnehmungen und Empfindungen zu dem Spiel in Karlsruhe mit uns geteilt haben.
Die detaillierten Ergebnisse
7. Womit bist Du angereist?
8. Kam es zu Problemen bei der An- und/oder Abreise?
9. Woher bist du angereist?
10. Hast Du dich über die Gegebenheiten/Bedingungen beim Auswärtsspiel bereits im Vorfeld erkundigt?
11. Wie oft fährst Du zu den Auswärtsspielen von Dynamo?
12. Warst Du im Steh- oder Sitzplatzbereich?
13. Wie alt bist Du?
14. Dein Geschlecht?
In unserem Auswärtsfragebogen schilderten Dynamo-Fans ihre Sicht auf den Spieltag, die wir an dieser Stelle auszugsweise wiedergeben möchten (Fehler und Wortwahl im Original. Der Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Kommentare können nicht überprüft werden):
Polizei haben wir nur am baufeld gesehen und dann zum ende aif dem Parkplatz vor dem gästeblock.
Der shuttel war richtig gut organisiert das war sehr positiv.
Stimmung war erste Halbzeit richtig Stark 2 Halbzeit hat es etwas nachgelassen leider.
Beim Rückweg lief es deutlich besser.
Ps: 4,50€ für cola Sirup🫠
Auch negativ die Organisation auf dem Gästeparkplatz. Keine Absprachen zwischen den Ordnern wie die Reihen geführt werden sollten, teilweise wurden Leute zugeparkt, da kein weiterer Platz da war. Auch die Toilettensituation war miserabel...keine Dixis oder andere Möglichkeiten außer die paar Büsche und Bäume.
Es kann sowohl bar als auch mit Karte gezahlt werden, wieso dann nur eine Kasse für Barzahlung??
Abreise zum HBF war schnell und unkompliziert und die Infos waren klar und deutlich.
Polizei hat man gesehen aber waren alle sehr entspannt.
Hatte noch nie so eine gründliche Einlasskontrolle.
O-Ton der Beamten: "Die Parkplatzsituation ist wie ein Fiebertraum".
Nach Spielende lief der Abtransport per Shuttle zum Parkplatz sehr schleppend. Insgesamt wurden hier einfach zu wenige Buse gleichzeitig eingesetzt.
Die Polizei empfand ich diesmal als angenehm zurückhaltend.
Einlass sehr zügig und super netter Empfang. Polizei sehr freundlich und kommunikativ großes LOB 👏👍 einzige negative Sache das die eigene Jugend wieder den Gegner in der WC Anlage gesucht haben dafür kann es einfach kein Verständnis geben. Wie Mann sich an den WC Anlagen vergreifen kann bleibt ein Rätsel. Ansonsten super entspannter Tag vielen Dank an alle Beteiligten.
Freundliche Mitarbeiter bei den Einlasskontrollen.
Ansonsten guter Auftritt, wenn auch mit unglücklichem Ende für unsere SGD..
NUR DIE SGD 💛🖤
Überragende Stimmung in der ersten Hälfte - bis zu den zwei Gegentoren in Halbzeit 2 noch mäßig und was danach passiert, als die Mannschaft die Fans am meisten braucht, finde ich unterirdisch, nur noch den Schiri beleidigen, gegen die Heimfans pöbeln und nicht mehr supporten, schade auch, dass unsere Capos (auch wenn sie es mit solch besagten Pöbeleien dann schwer haben) dann in den letzten 10 min. lieber Fußball schauen, als nochmal Stimmung zu machen.
Im Sitzplatzblock währe es eine Überlegung wert die Tickets mit ,,freie Platzwahl,, zu bedrucken. Einige wollen Ihren Platz, andere suchen sich Plätze aus. Dies kann zu Problemen und Diskussionen führen.
Wir sind mit KSC Fans auf dem Weg zum und vom Stadion begegnet und zum Teil den gleichen Weg gelaufen, dabei wsr alles mehr als friedlich
Der Shuttle hat auch gut funktioniert und die Abreise Situation vom Parkplatz entzerrt, das lief alles problemlos.
Leider mal wieder einige Dynamo Fans dabei die ihren Alkohol Konsum nicht kontrollieren können, sinnlos aus den Shuttle Bussen rumpöbeln und dann in der Halbzeit M&Ms vom Catering klauen - ernsthaft?! Für einzelne Personen kann man sich wirklich nur schämen, aber die Gesamtstimmung im Block trotzdem gut :)
Positiv zu erwähnen ist, dass sich Gedanken um die Parkplatzsituation gemacht wurde, denn die Bereitstellung eines großen Parkplatzes scheint sonst nicht der Standard für Gäste in Karlsruhe zu sein. Der Transfer per Shuttlebus hat auch ganz gut geklappt, die Wartezeit auf den Bus war akzeptabel. Verkehrsbedingt dauerte die Fahrt aber deutlich länger, als die in der Faninfo angegebenen 7 Minuten.
Kritikwürdig ist die Einlasssituation für Frauen. Nur eine "Spur", wodurch der Einlass trotz geringerer Personenanzahl viel länger dauerte, als bei den Männern. Meine Begleitung berichtete auch von grenzwertigem Abtasten bei der Kontrolle. Zumindest bei uns Männern konnte ich das nicht bestätigen.
Die Stimmung war über weite Strecken, vor allem in der 1. Halbzeit, sehr gut. Gegen Ende der Partie ließ es leider deutlich nach, was natürlich auch an der nervenaufreibenden Schlussphase lag.
Der Rücktransfer zum Parkplatz nach dem Spiel ging auch relativ zügig, wir mussten nicht lange warten, obwohl wir als eine der letzten das Stadion verlassen hatten.
Positiv zu erwähnen ist noch das zurückhaltende Auftreten der Polizei während des gesamten Spieltags.
Rückfahrt zum Parkplatz, war auch sehr zeitaufwendig mit dem Bus
Die Getränkepreise waren heftig.
Der Vorsänger ganz unten am Block und der rechts außen auf einem Podest: Echt klasse gemacht Jungs. Euch hat man super gesehen und gehört. Leider brachte der Vorsänge links im Stehplatzbereich mehr Verwirrung und macht einige Gesänge einfach kaputt mit seinen Abbrüchen und Ansagen die keiner verstand. Lass‘ doch lieber die anderen beiden ihren Job machen. Die haben es drauf.
Blöd war wie immer die Situation im Sitzplatzbereich. Es kaufen immer viele günstige Stehplatzkarten und blockieren dann die Sitze im Sitzbereich. Das nervt. Einige Fans kaufen diese Plätze nicht grundlos. Und das Gepöbel der Stehplatzkarteninhaber im Sitzplatzbereich nervt extrem.
Ich habe im Gästeblock aber mitbekommen, dass sich die Fans teilweise untereinander etwas in die Haare bekommen haben, weil es freie Sitzwahl gab. Wer immer fährt, der weiß das und geht locker damit um und findet sich im Block. Drei Situationen habe ich direkt in der Nähe mitbekommen. Es gab fast schon Gerangel und geäußerte Beleidigungen, weil sich Fans nicht mehr umsetzen wollten oder andere Fans auf ihrenauf der Karte aufgedruckten Platz bestanden.
Das wirkt etwas nach, weil der Umfang weder gemeinschaftlich noch förderlich schien. Ein Part bleibt immer verärgert zurück oder verbindet mit dem Besuch eine negative Erfahrung. Viele Fans stehen dann in den Aufgängen. Vielleicht lassen sich Gewohnheiten im Vorfeld beim Kartenverkauf kommunizieren, damit alle Gästefans auch adaptieren, worauf sie sich im Gästeblock einstellen müssen. Inklusive der Einschränkung, dass man auch auf einem teuren Sitzplatz damit rechnen muss, kein freies Sichtfeld auf das Spielgeschehen zu haben, weil Fahnen wehen.
In dem Fall hatte ich ein Dynamo-Trikot an und wurde von Ihnen abgewiesen mit der Begründung ich hätte keinen Schal.
In der Konsequenz musste ich in den Block des KSC.
Selten dummes Verhalten und zeugt nicht gerade von viel geistiger Reife.
Wir sind mit dem PKW nach Karlsruhe gefahren und haben auf dem Parkplatz „Baufeld“ geparkt. Von dort aus ging es mit den Shuttlebussen weiter zum Stadion.
Die Shuttleverbindung war allerdings recht zäh: Die Busse kamen unregelmäßig, waren schnell voll und ließen sich insgesamt Zeit. Dadurch erreichten wir das Stadion erst knapp eine Stunde vor Anpfiff — für uns, die normalerweise deutlich früher vor Ort sind, war das ungewohnt knapp.
Einlasskontrolle
Vor dem Einlass bildete sich eine lange Schlange, die sich nur langsam vorwärtsbewegte. Die Wartezeit war entsprechend hoch und hat den ohnehin knappen Zeitpuffer weiter reduziert. Die eigentliche Kontrolle verlief dann überraschend schnell und eher oberflächlich. Nach der langen Wartezeit hätte man fast erwartet, dass die Kontrolle etwas gründlicher ausfällt, stattdessen ging es sehr zügig.
Vorkommnis im Gästeblock
Im Gästeblock standen direkt vor uns zwei Gästefans aus Pforzheim, wie wir aus deren Unterhaltung entnehmen konnten. Da wir selbst aus der Nähe von Pforzheim angereist sind, wissen wir: Die Strecke dauert rund 40 Minuten. Umso bemerkenswerter war die Aussage eines der beiden, er habe bereits acht Bier getrunken. Acht Bier in dieser kurzen Zeitspanne — das erklärt leider auch sein entsprechend rücksichtsloses Verhalten, auf das wir ihn angesprochen haben. Wir fahren grundsätzlich zu allen Spielen, Heim wie Auswärts, und haben in dieser Saison lediglich drei Partien verpasst. Entsprechend haben wir schon viele Situationen mit angetrunkenen Fans erlebt. Dieses Verhalten stach jedoch deutlich negativ hervor. Gerade in solchen Fällen hätten wir uns gewünscht, dass stark alkoholisierte Personen beim Einlass konsequenter überprüft und im Zweifel nicht ins Stadion gelassen werden.
Catering
Die Preise im Stadion waren absolut im üblichen Rahmen. Besonders positiv hervorzuheben: Die Bratwurst war wirklich sehr gut — eine der besseren, die wir diese Saison bekommen haben. Sogar das alkoholfreie Bier war überraschend gut, was man nicht überall sagen kann ;-)
Stimmung & Atmosphäre
Die Stimmung im Gästeblock war insgesamt sehr gut. Man hat gemerkt, dass viele Fans richtig Lust auf das Spiel hatten und die Mannschaft unterstützen wollten.
Allerdings fiel auch auf, dass einige Zuschauer vermutlich eher selten im Stadion sind — die Textsicherheit bei den Gesängen ließ teilweise zu wünschen übrig. Das ist schade, denn gerade bei solchen Spielen braucht die Mannschaft eine möglichst geschlossene und laute Unterstützung. Trotzdem war die Gesamtatmosphäre positiv und der Support über weite Strecken stark.
Polizei
Die Polizei war im Stadtgebiet, auf dem Weg zum Stadion und auf dem Vorplatz sichtbar präsent, hat sich dabei aber angenehm zurückgehalten. Am Stadion selbst war sie zwar da, aber so unaufdringlich, dass wir sie kaum wahrgenommen haben. Das spricht für eine sehr gute, ruhige und professionell geplante Einsatzstrategie, die zur entspannten Atmosphäre beigetragen hat.
