Immer gut vernetzt

Unsere Arbeit lebt vom fachlichen Austausch mit anderen Fanprojekten, Fachverbänden und städtischen Gremien.

Soziale Arbeit funktioniert nicht isoliert. Wir sind Teil mehrerer Fachnetzwerke, lokaler und überregionaler Gremien, in denen wir uns fachlich austauschen, Standards mitentwickeln und die Perspektive junger Fans in Diskussionen einbringen.

Fachliche Netzwerke

Auf lokaler, sächsischer und bundesweiter Ebene sind wir in zahlreichen Fach-Arbeitsgruppen aktiv:

FAG JugendtreffsDresden
FAG außerschulische JugendbildungDresden
Sächsisches TrägertreffenAustausch der sächsischen Fanprojekte
Bundesweites TrägertreffenAustausch aller Fanprojekt-Träger
AG RegressBundesweite Arbeitsgruppe
AG RespektArbeitsgruppe der SG Dynamo Dresden
AG Szenespezifische JugendarbeitDresden — mit Einrichtungen szenespezifischer Jugendarbeit
Lernort StadionBundesweites Netzwerk stadionbasierter Lernorte

Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG)

Logo BAG der Fanprojekte

Die BAG ist ein fachlicher Zusammenschluss von Fußballfanprojekten in Deutschland, die (u. a. aufsuchende) sozialpädagogische Arbeit mit jugendlichen und heranwachsenden Fußballfans leisten — und zugleich Interessenvertretung der Mitarbeiter*innen der unterschiedlichen Fanprojekte.

Die BAG ist derzeit in vier Regionalverbünde gegliedert (RV Nord, RV Ost, RV West, RV Süd), in denen regionalrelevante, fußballspezifische Themen behandelt werden. Wir sind Mitglied im Regionalverbund Ost, von dem Christian Kabs gegenwärtig die Sprecher-Funktion übernimmt.

Fach-AG Mobile Jugendarbeit / Streetwork

Bei dieser AG handelt es sich um ein Fachgremium für Aufsuchende Soziale Arbeit in Dresden. Sie setzt sich für eine bedarfsgerechte Umsetzung Aufsuchender Sozialer Arbeit in Dresden im Sinne des Sozialgesetzbuches VIII ein. Die Mitwirkung an der Jugendhilfeplanung der Landeshauptstadt ist das primäre Ziel dieses Gremiums.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Lobbyarbeit — insbesondere das Öffentlichmachen der Themen der Zielgruppen sowie das Bekanntmachen des Arbeitsfeldes und Leistungsspektrums. Die Arbeit der AG basiert auf § 78 SGB VIII und ist ein freiwilliger Zusammenschluss gleichberechtigter Partner verschiedener Projekte der freien und öffentlichen Jugendhilfe. Der Arbeitsansatz ist lösungs-, subjekt- und lebensweltorientiert.

Das Fanprojekt Dresden ist seit Sommer 2010 Mitglied in der Fach-AG Streetwork.

Kooperation Fußballkultur

In dieser Kooperation arbeiten wir mit der Landeshauptstadt Dresden, der SG Dynamo Dresden und der Polizeidirektion Dresden zusammen, um zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu vermitteln. Ziel der Kooperation ist es außerdem, in konfliktbehafteten Situationen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Im Fokus steht dabei besonders, auch Raum für die Ausgestaltung der traditionellen, gewachsenen Fankultur in der Landeshauptstadt zu ermöglichen.

Jour Fixe Leitungsebene, jährlich — definiert strategische Ziele der Kooperation
Arbeitskreis Operative Ebene, quartalsweise — bearbeitet Themen und dient als Konfliktlösungsmechanismus.

Turnustreffen

In regelmäßigen Abständen kommen Vertreter*innen der SG Dynamo Dresden, verschiedener Fangruppierungen (ULTRAS DYNAMO, Schwarz-Gelbe Hilfe, 1953international und die ehrenamtlichen Fanbetreuer*innen) sowie wir als Fanprojekt zum Turnustreffen zusammen. Hier werden aktuelle Themen offen besprochen. Das Turnustreffen ist ein etablierter Dialog, den es inzwischen seit über 100 Treffen gibt.

Städtische Gremien

Der Kriminalpräventive Rat der Landeshauptstadt Dresden versteht sich als Beratungsgremium des Oberbürgermeisters. Sein Ziel ist die Erarbeitung und Empfehlung von Maßnahmen, die dazu beitragen können, Kriminalität in der Landeshauptstadt vorbeugend zu verhindern bzw. zu verringern. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern der Stadtratsfraktionen, der Stadtverwaltung, der Polizeidirektion sowie der Justiz zusammen.

Wir werden unregelmäßig als Gast eingeladen, um über den aktuellen Stand unserer Arbeit sowie geplante Vorhaben zu berichten.

Unser Anliegen im Kriminalpräventiven Rat

Fragen aus dem Gremium richten sich, seinem Schwerpunkt entsprechend, meist weniger auf klassische Themen der Jugendarbeit als auf Sicherheitsaspekte am Spieltag. Unser Ansinnen ist es dabei, in diese Sicherheitsdiskurse eine nicht immer berücksichtigte jugendhilfliche Perspektive einzubringen und dabei auch immer im Sinne einer kritischen Lobby für junge Fans zu agieren.

Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit

Das bundesweite Bündnis setzt sich dafür ein, dass Fachkräfte der Sozialen Arbeit ein gesetzliches Zeugnisverweigerungsrecht erhalten — eine zentrale Voraussetzung für vertrauensvolle Beziehungen und Gespräche, gerade bei sensiblen Themen. Aus der bundesweiten „AG Zeugnisverweigerungsrecht" der Fanprojekte hervorgegangen, wurde daraus in den vergangenen Jahren das heutige, breiter aufgestellte Bündnis, das als das größte Fachbündnis der Sozialen Arbeit in Deutschland gilt.

Unsere Rolle im Bündnis

Wir sind seit der Gründung der ursprünglichen AG aktiv dabei und haben den Umbau zum heutigen Bündnis mitgestaltet. Seit Juni 2026 vertreten wir als Bundessprecher die Anliegen der sozialpädagogischen Fanarbeit auf dieser bundesweiten Ebene.

Stadionverbotsanhörungskommission (SVAK)

Ein Stadionverbot sollte das letzte Mittel zur Durchsetzung des Hausrechts für die Vereine sein. Vor der Aussprache von (bundesweiten) Stadionverboten soll laut den DFB-Richtlinien den Betroffenen durch den Verein eine Anhörung ermöglicht werden — auch Personen, die bereits ein Stadionverbot erhalten haben, soll diese Gelegenheit gewährt werden. Auf unsere Anregung hin wurde die SVAK deshalb 2006 bei der SGD eingerichtet, die von deren Geschäftsführung berufen wird.

Die Kommission gibt den von Dynamo Dresden mit Stadionverbot belegten Personen bzw. denen die Erteilung eines Stadionverbots droht, auf Antrag die Möglichkeit einer mündlichen Anhörung. Sie berät über die angehörten Fälle und spricht eine Empfehlung für die Geschäftsführung aus — etwa Aufhebung, Aussetzung zur Bewährung (ggf. unter Auflagen) oder Reduzierung eines Stadionverbots. Die endgültige Entscheidung liegt weiterhin bei der Geschäftsführung der SG Dynamo Dresden.