Die zweite englische Woche der Saison führte die SG Dynamo Dresden und ihre Fans in die Fußball-Arena nach Wiesbaden. Leider wurden die etwa 1600 mitgereisten Dynamo-Fans diesmal nicht belohnt und die Punkte blieben beim SV Wehen Wiesbaden. Nach dem Spieltag nahmen 187 Personen an unserem Auswärtsfragebogen teil und schilderten uns ihre Eindrücke zu den Bedingungen vor Ort. Der Spieltag erhielt eine durchschnittliche Gesamtnote von 2,6.
Besonders positiv bewertet wurde das „Verhalten der Dynamo-Fans“ (Note 1,9) sowie die „Stimmung im Gästeblock“ (Note 2,3). Die schlechtesten Bewertungen gab es für den Ordnungs- und Sicherheitsdienst (Note 3,0) sowie für die Einlasskontrolle am Gästeblock (Note 3,1). Hauptkritikpunkte waren das übertriebene Abtasten, das unerwartete Wegnehmen von Aufklebern (Wurde im Vorfeld nicht kommuniziert) und das allgemeine Auftreten des Ordnungspersonals (unfreundlich, strenger Blick, schwarze Lederhandschuhe teils mit Protektoren).
Das Verhalten der Polizei wurde sowohl innerhalb (Note 2,6) als auch außerhalb (Note 2,5) des Stadions durchschnittlich bewertet und erhielt keine nennenswerten Bemerkungen.
Viele Fans äußerten sich zudem negativ über das Verkehrskonzept; zahlreiche Anhänger hatten Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden oder berichteten von Problemen bei der An- und Abreise.
Ein herzlichen Dank geht an alle mitgereisten Dynamo-Fans, die an unserem Auswärtsfragebogen teilgenommen haben!
Hier die detaillierten Ergebnisse:
Gesamtstimmen
187
Antwort in Durchschnittsnoten
Gesamtdurchschnitt
2.6
1. Einlasskontrolle am Gästeblock
3.1
2. Sicherheits-/ Ordnungsdienst allgemein
3
3. Stimmung im Gästeblock
2.3
4. Verhalten der Polizei im Stadion
2.6
5. Verhalten der Polizei außerhalb des Stadions
2.5
6. Verhalten der Dynamofans
1.9
7. Womit bist Du angereist?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Bahn
9.6 %
Fanbus
0.5 %
Nahverkehr
8.6 %
PKW/ Kleinbus
79.1 %
Sonstiges
2.1 %
8. Kam es zu Problemen bei der An- und/oder Abreise?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Ja
16 %
Nein
84 %
9. Woher bist du angereist?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Keine Angabe
1.6 %
Baden- Württemberg
10.2 %
Bayern
3.7 %
Brandenburg
2.1 %
Hessen
21.9 %
NRW
3.2 %
Rheinland- Pfalz
9.1 %
Saarland
2.1 %
Sachsen
43.3 %
Sachsen- Anhalt
0.5 %
Thüringen
1.6 %
Schweiz
0.5 %
10. Hast Du dich über die Gegebenheiten/Bedingungen beim Auswärtsspiel bereits im Vorfeld erkundigt?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Ja
86.1 %
Nein
13.9 %
11. Wie oft fährst Du zu den Auswärtsspielen von Dynamo?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Fast immer
22.5 %
Oft
25.7 %
Gelegentlich
26.7 %
Selten
25.1 %
12. Warst Du im Steh- oder Sitzplatzbereich?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Sitzplatz
10.7 %
Stehplatz
89.3 %
13. Wie alt bist Du?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
unter 18 Jahre
7.5 %
18-27 Jahre
45.5 %
28-40 Jahre
20.9 %
41-60 Jahre
24.6 %
über 60 Jahre
1.6 %
14. Dein Geschlecht?
Antwort in Prozent
SV Wehen W.
Männlich
85.6 %
Weiblich
13.4 %
keine Angabe
1.1 %
In unserem Auswärtsfragebogen schilderten Dynamo-Fans ihre Sicht auf den Spieltag, die wir an dieser Stelle auszugsweise wiedergeben möchten(Fehler und Wortwahl im Original. Der Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Kommentare können nicht überprüft werden):
War absolut unangenehm.Frauen Toiletten haben gestunken und waren nicht besonders hygienisch.Essen war soweit super auch die Anreise war okay!Sonst nicht mein Fall…
Grausamer Sicherheitsdienst am Einlass! Man wurde von mehreren Ordnern abgetastet / durchsucht und es wirkte sehr unkoordiniert. Beim kontrollieren der Kapuze und des Kragens wurde so stark am Kragen gezogen, dass ich kaum noch Luft bekam.
Ordnungsdienst und Polizei am Einlass eine Vollkatastrophe. Übergriffig, arrogant und unkooperativ- glatte 6!
Der Parkplatzdienst hat ziemlich lang für Geldwechseln etc benötigt. 3 Leute standen auf einem Fleck, doet hätte man sich aufteilen können um die 2 Autoschlangen gleichzeitig abfertigen können.
Parkplatz suche wieder einmal schlecht.
Einlasskonttolle absolute Frechheit. Mehrere Minuten auf
Aufkleber oder sonstiges untersucht worden, außerdem mehrmaliges Abtasten Richtung Gürtel.
Stimmung etc gut, Leistung leider wie aktuell immer.
Leider kamen die Stimmungsmacher des Dresdner K-Blocks erst 15 Minuten Anpfiff zum Spiel.
Auf die deutsche Bahn ist kein Verlass
Ich kam zu spät ins Stadion, weil eine Gruppe Zuschauer direkt nach deren Einlass Diskussionen mit dem Ordnungsdienst und der Polizei anfing. Daraufhin wurde das Tor für ca. 5min geschlossen. Super war, dass sich sämtliche Zuschauer, die wie ich draußen standen ruhig verhalten haben, sodass das Tor zügig wieder geöffnet wurde.
Parkplatz hätte was größer sein können
Parkplatz schwer zu finden. Einlass viel zu langsam.
Vom Gästesitzplatzblock aus war es unmöglich die Anzeigetafel zu sehen.
Kartenzahlung war leider nicht an jedem Kiosk möglich.
Fanden es von den Ordnern am Einlass nicht in Ordnung die mitgebrachten Aufkleber ein zu ziehen!
Lächerliches Wichtiggetue der heimischen Ordner beim Kontrollieren der Zaunfahne, trotz Anwesenheit unserer eigenen Ordner. Bullen nerven mit Anwesenheit im Bereich des Gästeblocks und auch im Stadion. (!) Sinnloses Aufgebot wofür auch immer. Pluspunkte konnte das freundliche (wenn auch überforderte) Imbisspersonal sammeln.
Doppelte Kontrolle am Einlass, teilweise mit Griffen in den Intimbereich. Ordner am Einlass haben es etwas zu gut gemeint...
Leider wird man von den eigenen Fans angepöbelt, wenn man keine Fan Kleidung trägt, obwohl man Dynamo im Herzen trägt. Einige Fans nehmen sich da zu viel raus.
Es ging sogar soweit, dass Fans ohne Fankleidung nicht mehr in den Block gelassen wurden. Das geht zu weit.
Verkehrssituation ist eine Katastrophe
Ewig vorm Parkplatz gewartet weil die es dort nicht geschissen bekommen die Leute reinzulotsen. Ende vom Lied: 18:45 Uhr im Stadion.
Und noch was, macht endlich irgendwas gegen diese Print at Home Tickets!
Leider wurden Ordner massiv verbal angegriffen, nachdem sie der Aufforderung der Polizei zum schließen der Eingangstore nachgekommen sind. Dadurch kam es zu einer Verzögerung des Einlasses (ca 10 min nach Anpfiff). Der Grund wurde leider nicht kommuniziert.
Bei der Kontrolle wurden bei mir ein paar Aufkleber gefunden, daraufhin musste ich mich einer zweiten Kontrolle unterziehen und meine Jacke ausziehen, plus ein Eiergriff war inklusive. 👎🏻
Also ordnungsgemäße Einlasskontrolle ja aber bitte doch nicht so als ob man ein Schwerverbrecher ist. Und dann noch diese Polizei da genau im Einlassbereich oberhalb der Treppe
Geht gar nicht.
Bei der Anreise standen wir und sehr viele andere Fans leider im Stau. Der Einlass wurde verzögert durch "Tumulte". Schade, dass es nicht möglich war die Partie 15-20 Minuten später anzupfeifen. Wenn ich mich an München erinnere mussten wir auch im strömenden Regen eine halbe Stunde warten.
Alles in allem ein ernüchternder Abend.
War zum ersten Mal bei einem Auswärtsspiel und verbinde es mit Urlaub und hatte ein Hotel in Wiesbaden.
Stimmung im Block nur eine 2, da sich meiner Meinung nach stellenweise zu viel am Gegner und Schiedsrichter "abgearbeitet" wird...
Selbst bei klarem Abseits wird gemeckert und gepfiffen, aber das ist leider nicht kontrollierbar.
Ansonsten sind Fangesänge und Sprüche in Richtung Beleidigung des Gegner/Schiedsrichter nicht angebracht, wovon es gestern zum Glück wenige im Gegensatz zu manch anderem Heimspiel.
Thema Einlasskontrolle vs. mitgeführte Aufkleber
Wurden beim manuellen Körperscan mitgeführte Aufkleber gefunden, wird man wie ein Schwerverbrecher dem grimmig drein schauenden Einsatzleiter vorgeführt und bekommt die Aufkleber dann erst einmal abgenommen. Als wenn es keine anderen Probleme gibt.
Fazit Aufkleber = Pyro = verbotener Gegenstand
Also es ist echt das aller letzte wenn man sich die ganze Faninfo durchliest und darin kein Wort von Aufkleberabnahme am Eingang steht aber man genau die abgenommen kriegt und dann irgendwas dummes gesagt wird wie : du kannst es dir ja beim Fanbeauftagten zurückholen. Da wird man behandelt als hätte man allerlei Pyro dabei. Und zudem wäre ja tendenziell nicht schlimm, wenn das so ist mit der Abnahme aber das hätte man vorher definitiv SAGEN MÜSSEN !!!! Denn genug anderes Zeug war ja verboten. Ich bin echt enttäuscht.
Durch die verspätete Ankunft aufgrund der Verkehrsverhältnisse blieb nicht viel Zeit am Einlass bis zum Anstoß. Die Kontrollen durch den Ordnungsdienst dauerten besonders lang und man hatte das Gefühl, dass sich dabei besonders viel Zeit gelassen wurde. Das sorgte für Unmut, dennoch blieb alles ruhig. Gesteigert wurde es durch eine zwischenzeitliche Sperrung des Eingangs wegen einer Unstimmigkeit bei den Kontrollen.
Der Ordnungsdienst in Wiesbaden macht zum wiederholten Mal den Eindruck, als ob man im Rahmen seiner Möglichkeiten den Fans möglichst schwer machen wollte einen ruhigen Fußballabend zu verbringen.
Das Aufgebot der Polizei einschließlich der BFE-Einheit vor und im Stadion war wie üblich bei Spielen im Westen völlig unangebracht überzogen und unnötig.
Die Tore am Gästeblock wurden kurz vor Anpfiff geschlossen und erst nach längerer Zeit geöffnet. Dies führte dazu, dass einige Dynamo Fans erst fast 20 Minuten nach Abpfiff im Block waren.
Hi, ich war 1,5 Stunden vor Anpfiff am Stadion. Da war wenig los und auch beim Einlass, sodass ich keine Probleme und von danach mit anderen scheinbar nichts mitbekommen habe. Abreise auch schnell und problemlos.
Die Versorgung im Stadion war allerdings nicht mal drittligawürdig...
Die Straße zum Parkplatz war total überfüllt. Als hätte man mit dem Verkehrsaufkommen nicht gerechnet, genau wie vorletzte Saison.
Der Sicherheitsdienst, hat aus unerklärlichen Gründen zwischendurch die Eingänge zu gesperrt, sodass wir und 50-100 Fans verspätet eingelassen wurden.
Die Polizisten IM Gästeblock, total übertrieben und von Grund auf aggressiv und auf Konfrontation aus. Die Polizei hat die Stimmung unnötig angeheizt, sogar die angespannte Stimmung erst provoziert.
Sehr aggressive und übermotivierte Ordner. Einlass hat sehr lange gedauert.
In Summe habe ich wenig anzumerken. Bei mir hat eigentlich alles gut funktioniert und ich hatte auch eigentlich keine Probleme.
ABER was Wehen Wiesbaden da an Ordnern hinstellt ist frech. Bin zu Fuß vom Bahnhof zum Stadion gelaufen und habe den Eingang zum Auswärtsblock nicht gefunden. Daraufhin habe ich den Ordnungsdienst nach einer Auskunft gefragt, aber kein Ordner konnte mir sagen wohin ich jetzt gehen soll. Jemand der aus der Ultra-Szene (zumindest sah sowohl er, als auch seine Kompanen stark danach aus) von Wehen ist musste mir den Weg zum Auswärtsblock zeigen. Das ist in meinen Augen echt frech.
Ich hatte außerdem eine Art Bauchtasche für meine Kaugummis und Liquidpods dabei. Diese ist deutlich kleiner als A4, sollte demnach nach einmal reinschauen kein Problem darstellen. Allerdings wurde ich dann nochmal nach der ersten Kontrolle rausgezogen und von einem weiteren Security kontrolliert. Und das nicht wie ne normale Kontrolle, sondern so als hätte ich irgendwas verbrochen und käme in ein Hochsicherheitsgefängnis. Sehr unverschämt in meinen Augen und absolut lächerlich.
Dennoch waren nicht alle Ordner scheiße. Der Ordner vor dem Eingang S18 war ein echt geiler und sympathischer Typ. Kann man ihm gerne mal so ausrichten!
Wir wurden am Eingang Anlass- und Ergebnislos doppelt gefilzt. Ordnungsdienst dabei sehr unfreundlich.
Sicherheitskonzept im Allgemeinen fragwürdig. Warum werden zum Beispiel die Eingänge zum Steher künstlich verengt?!
Kartenpreise auch unverhältnismäßig hoch.
Dynamo Fans haben leute die keine Dynamo sachen an hatten nicht in den stehblockgelassen.
Anreise verlief problemlos, wir haben nicht auf dem empfohlenen Parkplatz in der Balthasar-Neumann-Straße geparkt sondern auf der Brunhildenstraße. Dadurch die Parkgebühr gespart und der Fußweg zum Eingang war auch noch kürzer.
Einlass ging etwas schleppend voran, Polizei auch im Bereich hinter dem Gästeblock präsent. Cateringangebot im Stadion nicht so gut, Bier für 5€, Bratwurst geschmacklich nicht gut. Stimmung im Block nach der Ankunft von UD gut (kamen 10 Minuten nach Spielbeginn da es wohl Probleme beim Einlass gab).
Ansonsten nichts besonderes. Hässliches Stadion, die Leistung auf dem Platz bedarf keines Kommentars.
Die Abreise verlief erfreulich schnell, vielleicht weil wir nicht auf den angegebenen Parkplatz gefahren sind und deshalb nicht "mit der Masse" abgefahren sind.
Ich versuche stets, ein ausgewogenes Urteil zu fällen und trotz meiner Hingabe zu Dynamo halbwegs objektiv zu bleiben. Im Folgenden meine Schilderungen:
Grundsätzlich war alles bereit für ein friedliches und stimmungsvolles Fußballfest. Zahlreiche Dynamos machten sich auf den Weg nach Wiesbaden, um ihre Mannschaft entweder auf den Stehplätzen stimmgewaltig zu unterstützen oder das Geschehen von den ebenfalls gut besuchten Sitzplätzen aus zu verfolgen. Bedauerlicherweise kam es knapp zehn Minuten vor Anpfiff an den Einlasskontrollen zu unerklärlichen Problemen. Plötzlich bewegte sich die Schlange nicht mehr. Keiner kam ins Stadion, es herrschte Stillstand. Zwischenzeitlich hatten die Ordner sogar die Eingangstore geschlossen. Warum dies der Fall war, konnte sich niemand erklären. Aggressionen gingen von den Dynamo-Fans zumindest nicht aus. Daher waren alle verwundert und verärgert. Ein Lob an dieser Stelle an unsere Fanbeauftragte Peggy Pachel, die in ihrer ruhigen Art den Dialog suchte. Als meine beiden Kumpels und ich unsere Sitzplätze einnahmen, waren bereits neun Minuten gespielt.
Des Weiteren habe ich noch nie erlebt, dass während der Halbzeitpause nach dem Toilettengang nochmals die Karte dem Ordner vorgezeigt werden musste, um wieder in den Block zu gelangen. Zum Glück hatte ich mein Ticket griffbereit, aber was wäre gewesen, wenn ich es am Platz liegen gelassen hätte? Solche unnötigen Maßnahmen bieten einerseits keine Vorteile, können andererseits aber zu überflüssigen Komplikationen führen und schlimmstenfalls in Eskalationen resultieren.
Insgesamt war es für meine beiden Kumpels und mich trotzdem ein sehr schöner Abend. Allein schon die überragende Stimmung und die netten Gespräche mit anderen Dynamo-Fans waren den Aufwand und das Geld mehr als wert. Der hessischen Polizei und den Wiesbadener Ordnern möchte ich an dieser Stelle gerne ins Stammbuch schreiben: Wir Dynamo-Fans sind keine Verbrecher, sondern lieben schlicht und ergreifend unseren Verein aus ganzem Herzen. Bitte betrachtet uns nicht als potenzielle Gewalttäter und Schwerkriminelle. Dankeschön
Es war von Seiten des Ordnungsdienstes,der Polizei und der Dynamo Fans war es seit langem mal ein entspanntes und friedliches Auswärtsspiel.
Danke an Alle Beteiligten.
Eines der seltenen sehr angenehmen, entspannten Auswärtsspiele ohne Probleme, Provokationen seitens der Gegenseite oder unnötiges Hochschaukeln im Vorfeld.
War ne Geile Stimmung im Block!!
Frechheit war die Einlasskontrolle, meine Aufkleber wurden einfach weggeschmissen ohne Vorwarnung
31 € für einen Sitzplatz im VVK sind sehr überteuert. Aber so ist das scheinbar im goldenen Westen.
Ab sofort habt ihr die Möglichkeit, alle Infos rund um Spieltage oder die Angebote des Fanprojektes in unserem neuen Kanal auf dem Signal-Messenger zu erhalten. Wir wollen euch damit die Möglichkeit bieten, aktuelle Mitteilungen direkt zu empfangen, ohne lange durch irgendwelche Social-Media-Timelines zu scrollen. Den Link und den QR-Code zum Kanal findet ihr am Ende des Textes.
Um direkt informiert zu werden, benötigt ihr natürlich den Signal Messenger, den ihr euch in den App-Stores von Android oder Apple kostenlos herunterladen könnt. Wichtig: wenn ihr Signal einmal installiert habt, könnt ihr in den Einstellungen der App eure Telefonnummer ausblenden. Wir empfehlen, diese Option grundsätzlich zu aktivieren!
Nicht zuletzt durch die Diskussionen zur vorerst gescheiterten sogenannten "Chat-Kontrolle" im September 2023 wird deutlich, dass das Engagement für private Kommunikation als in Deutschland verbrieftes Grundrecht wichtig ist. Auch aus diesem Grund nutzen wir seit Jahren zur dienstlichen Kommunikation ausschließlich Signal, da dieser Messenger durch besonderen Datenschutz punktet.
Vom 03. bis zum 07. Juli unternahm das Fanprojekt mit fünf Jugendlichen eine Fahrt nach Österreich. Eigentlich sollte das Ziel, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, das Trainingslager der SG Dynamo Dresden werden. Da das Ziel und der Zeitpunkt durch den Trainerwechsel erst spät bekannt gegeben wurden, suchten wir uns das internationale Testspiel zwischen Austria Salzburg und dem FSV Zwickau als fußballerisches Highlight raus. Es konnte ja keiner ahnen, dass diese Partie am Tag unserer Anreise abgesagt werden sollte, dazu später mehr.
Die Fahrt startete am Mittwoch mit einer unspektakulären achtstündigen Anreise. Die Fahrt wurde genutzt um sich untereinander besser kennenzulernen und sich über die Details der Programmpunkte einig zu werden. Als wir schließlich in unserer schönen Unterkunft im idyllischen Altenmarkt im Pongau ankamen, packte alle Mitfahrenden trotz Regen schon mal die Wanderlust. Daher fuhren wir kurz entschlossen zum Johanneswasserfall. Dieser beeindruckte nicht nur durch seine Größe, sondern auch dadurch, dass man hinter dem Wasserfall entlang laufen konnte. Alle freuten sich, trotz des Mistwetters bei diesem ersten Highlight dabei gewesen zu sein.
Am Donnerstag strahlte uns dann die Sonne an, was sehr gut zu unserem geplanten Programmpunkt passte. Unser Ziel sollte eine mittellange Wanderung durch die Berge am Hallstätter See werden. Wie sich herausstellte ist Hallstatt am See ein beliebtes Touristenziel, was sich unter anderem bei der Parkplatzsuche zeigte. Als wir nach einem klitzekleinen Nervenzusammenbruch endlich abgeparkt hatten, wanderten wir mit einem wunderschönen Blick auf den See los. Der fast menschenleere Wanderweg führte uns an traumhaften Wasserfällen und Aussichten vorbei. Nach ca. 13 Kilometern erreichten wir nach einem steilen Anstieg das Highlight der Tour: Die Aussichtsplattform Skywalk "Welterbeblick". Nachdem wir die atemberaubende Aussicht mit einem kühlen Almdudler genossen haben und Oscarreif eine Szene aus Titanic nachgespielt wurde, stiegen wir wieder ins Tal zurück. Die besonders mutigen Mitfahrer testeten schließlich noch die Wasserqualität des klaren, kühlen Hallstätter Sees. Der Abend endete in einer urischen Gaststätte in Altenmarkt mit mehr oder weniger witzigen Anekdoten von erlebten Klassenfahrten.
Am Freitag starteten wir sehr zeitig, denn wir hatten viel vor und wollten an diesem Tag nicht wieder mit Problemen bei der Parkplatzsuche konfrontiert werden. Unser erstes Ziel war die Dokumentation Obersalzberg. Die Dokumentation ist ein Lern- und Erinnerungsort zur NS-Zeit am Täterort "Führersperrgebiet Obersalzberg" in Berchtesgaden. Sie verbindet die Ortsgeschichte mit der gesamten Geschichte des Nationalsozialismus. Die sehr interessant gestaltete Ausstellung endete in einer beeindruckenden Bunkeranlage. Auch wenn man einige Fakten zur Zeit des Nationalsozialismus schon kannte, bieten die multimedialen Elemente nochmal eine andere Perspektive auf das Thema. Das zweite Ziel des Tages war der märchenhafte Königssee, nicht weit vom Obersalzberg entfernt. Dort wurde, wie schon am vorherigen Tag, die Wasserqualität getestet. Der Königssee gilt der Wasserqualität nach als einer der saubersten Seen Deutschlands. Das klare, erfrischende Wasser im Zusammenhang mit dem tollen Bergpanorama ist ein Erlebnis, was man nicht so schnell vergisst. Zum Abend legten wir schließlich noch einen Zwischenstopp in Salzburg ein und schauten dort das EM-Spiel der Deutschen Nationalmannschaft. Alle Mitfahrer sind sich einig: Das war ein sehr abwechslungsreicher und gelungener Tag!
Der Samstag der Jugendfahrt war - wie oben schon angedeutet - ursprünglich anders geplant. Wir hatten uns schon sehr auf das internationale Testspiel des FSV Zwickau in Salzburg gefreut, jedoch wurde dies am Mittwoch kurz vor unserer Abfahrt abgesagt. Als dann schließlich die Alternative, ein Spiel gegen Wacker Burghausen, angekündigt wurde, war die Vorfreude bei allen ein wenig geschmälert. Nach hin und her überlegen, ob man die weitere Anfahrt auf sich nimmt oder nach „attraktiveren“ Spielen sucht, entschieden wir uns dann doch uns auf den Weg nach Burghausen zu begeben. Und wir haben es nicht bereut! Wacker Burghausen und dessen Fanszene war sehr gastfreundlich und die Zwickauer Fanszene hat mit ihrer Stimmung und ihren Liedern viel Freude verbreitet und das beste aus der Situation gemacht. Hat sich also doch gelohnt. Im Anschluss besuchten wir noch das Testspiel von Eintracht Braunschweig gegen Panathinaikos Athen, um trotzdem noch einen österreichischen Länderpunkt mitnehmen zu können. Mit der schönen Bergkulisse war das Stadion vom SV Grödig auf jeden Fall auch sehenswert und ein paar einzelne Athener Fans verbreiteten lustige Stimmung. Leider klappte es nicht, nach dem Spiel eins der begehrten Spielertrikots abzustauben. Den runden Fußballtag beendeten wir gemütlich beim EM-Spiel schauen in unserer Unterkunft.
Nach einer unspektakulären achtstündigen Abreise kamen wir am Sonntagabend ein bisschen fertig, aber sehr zufrieden wieder in Dresden an. Es war, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, eine echt tolle Jugendfahrt, die Bildung, Fußball, Natur und jede Menge schöne und lustige Momente beinhaltete.
Seit 2020 veranstalten wir mit dem Projekt „Spielmacher – Offensiv für Fair Play“ Bildungsangebote für Jugendmannschaften. Seit 2021 besteht eine feste Kooperation mit der SG Dynamo Dresden. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig in den Schulferien Bildungsangebote für die Altersgruppen U13 bis U19 an. Am vergangenen Montag haben wir dieses Angebot mit einem Workshop beim Verein TUS Weinböhla auf den Amateurbereich ausgeweitet.
Warum sind solche Bildungsangebote wichtig?
Im Jugendfußball sind nicht nur sportliche Fähigkeiten maßgeblich für die ganzheitliche Bildung der Jugendlichen. Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen fördern soziales Bewusstsein und Empathie, stärken den Teamgeist und helfen, Vorurteile abzubauen. Sie regen kritisches Denken an und bereiten die Jugendlichen darauf vor, verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Durch die Vermittlung von Werten wie Fairness und Toleranz unterstützen diese Workshops die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler.
Der Workshop am Montag mit der A-Jugend von TUS Weinböhla auf dem Vereinsgelände war in vier Phasen unterteilt. Zu Beginn setzten sich die Spieler mit folgenden Fragen auseinander:
Welche Faktoren spielen eine Rolle, um ein gutes Team zu sein?
Welche Faktoren können das Team-Klima beeinträchtigen?
Was versteht ihr unter Fairplay?
Wo habt ihr bereits Diskriminierung erlebt?
Nach einem intensiven Austausch über die Antworten gingen wir tiefer auf den Prozess ein, wie Diskriminierung entsteht und welche Folgen entstehen können. Im nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit einem Video, das rassistische Vorfälle aus dem europäischen Fußball zeigte. Anschließend sprachen wir, welche Gefühlslagen bei Tätern und Opfern auftreten und welchen Einfluss solches Verhalten auf die Mannschaften haben kann. Zum Abschluss entwickelten die Spieler gemeinsam Strategien, wie sie in ähnlichen Situationen handeln könnten. Es wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um sowohl präventiv gegen Diskriminierung vorzugehen als auch betroffene Teammitglieder zu unterstützen.
Wir bedanken uns bei den Jugendspielern für ihren Einsatz neben dem Spielfeld.
Am 14. Mai 2024 fand das Stadionfest im Rudolf-Harbig-Stadion statt. Im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft bot dieses Event für über 200 Jugendlichen die Möglichkeit, tief in die Themen Sport, Bildung und europäischer Zusammenhalt einzutauchen. Hier ist ein Rückblick auf diesen spannenden Tag.
Vormittagsprogramm: Lernen und Diskutieren
Der Tag begann mit einer Eröffnungsrede von Mathias Weilandt, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Danach starteten sechs verschiedene Workshops, bei denen Schulklassen zu spannenden Themen wie DDR-Geschichte, Erinnerungskultur, Antidiskriminierung und Nachhaltigkeit im Fußball lernten. Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion unter anderem mit Kassem Taher Saleh, Benny Kirsten und der ehemaligen Profispielerin Greta Budde. Moderiert von Jens Umbreit und Tanaka Zveusche, diskutierten sie über die Rolle des Fußballs in der Gesellschaft und wie er zur Förderung von Toleranz und Zusammenhalt beitragen kann. Am Ende durfte die Frage nach dem Europameister 2024 nicht fehlen.
Nachmittagsprogramm: Stände und Unterhaltung
Nach der Mittagspause eröffnete Katja Meier, Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, das Nachmittagsprogramm. Hier konnten die Jugendlichen auf dem offenen Gelände zahlreiche Informationsstände besuchen, an lustigen Spielen teilnehmen und ein vielfältiges Bühnenprogramm genießen. Auf der Bühne spielten Ezé und Die Ukrainiens und sorgten für tolle Musik. Die Kombination aus Bildung und Fußball machte das Stadionfest zu einer gelungenen Veranstaltung für alle Beteiligten.
Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:
Stadion Dresden Projektgesellschaft, Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, die Stadt Dresden, Europa Direkt, Europe Direct Dresden, Rue de la Mémoire, das Institut Français, arche noVa, Europeers, Tolerave e.V., IVF Leipzig, Lernkurve Leipzig, Filmnächte Dresden, Aktion Zivilcourage, jungagiert e.V., das Kinder- und Jugendbüro und dem Stadtsportbund Dresden.
Von Dresden bis nach München als Finalturnier – immer wieder Straßenfußball. In 24 Städten quer durch Deutschland machen Jugendliche die UEFA EURO 2024™ auch zu ihrer Europameisterschaft.
Durch das Straßenfußball-Turnier am 24.04.2024 im Rudolf-Harbig-Stadion und die Fairplay-Philosophie von Kickfair lernten junge Menschen die Werte des Fußballs wie Fairness und Zusammenhalt zu leben und zu schätzen. Die aktive Beteiligung aller Spielerinnen und Spieler förderte Prinzipien wie Teamarbeit, gemeinsame Spielzeit und die Fähigkeit, Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden.
Dresden war der Ausgangspunkt des Projekts Common Ground 24. Am "Kick-Off"-Turnier, haben elf Schulen mit über 80 Jugendlichen teilgenommen.
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