Am 15. März hieß es für die SG Dynamo Dresden und ihre Gefolgschaft: Auswärtsspiel in Essen im Stadion an der Hafenstraße. Circa 2.500 schwarz-gelbe Fans machten sich auf den Weg, um ihre Mannschaft zu unterstützen und wurden zumindest mit einem Punkt und einer schönen Choreo belohnt. 462 Fans nahmen im Anschluss an die Partie an unserem Auswärtsfragebogen teil und schilderten ihre Erlebnisse. Essen erhielt von den Dynamofans die Gesamtnote 2,6 verliehen, was keine Verbesserung zu den vorherigen Jahren darstellt. Auch bei den einzelnen Kategorien gab es nur minimale Veränderungen nach oben und unten.
Am besten wurden das Verhalten der Dynamofans (2,0) und die Stimmung im Gästeblock (2,2) bewertet. Die Polizei erhielt durchschnittlich gute Noten für ihr Verhalten innerhalb (2,3) und außerhalb (2,7) des Stadions. Am schlechtesten wurden der Sicherheits- und Ordnungsdienst allgemein (2,9) sowie die Einlasskontrolle am Gästeblock (3,2) bewertet.
Im Vorfeld des Spieltags haben wir über unsere Social Media-Kanäle darauf hingewiesen, dass es in Essen in der Vergangenheit zu grenzverletzenden Situationen am Einlass kam und an den Gastgeber appelliert, seinen Ordnungsdienst die Rechtswidrigkeit eines solchen Vorgehens noch einmal deutlich zu machen. Ein Teil der Fans hat in den schriftlichen Rückmeldungen angegeben, dass sich die Einlasskontrolle im Vergleich zur vorherigen Begegnung bei ihnen spürbar verbessert hat. Leider gab es jedoch auch in diesem Jahr wieder Rückmeldungen von Fans, welche negative Erfahrungen bei den Einlasskontrollen machen mussten. Wir freuen uns, dass unsere Sensibilisierung im Vorfeld dazu beitragen konnte, zumindest teilweise Verbesserungen zu erwirken. Wir werden das Thema trotzdem weiterhin auf dem Schirm behalten, damit beim nächsten Spiel in Essen im besten Fall keine Fans grenzverletzendes Verhalten am Einlass erleben müssen.
Weitere Kritikpunkte des Spieltags waren außerdem die Parkplatzsituation, welche als unübersichtlich wahrgenommen wurde mit verschiedenen Parkplätzen, für welche teilweise Gebühren verlangt wurden. Außerdem kam es zu langen Wartezeiten für Fans, die mit dem Shuttle vom Bahnhof aus anreisten. Bei den WC-Anlagen sorgte es für Verwirrung, dass das Toilettenpapier von vorn mitgenommen werden musste, jedoch beim Betreten der Toilette kein Hinweis darauf zu sehen war. Lob gab es für das Catering im Stadion sowie die Stimmung im Gästeblock.
Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Dynamofans, die sich an unserem Auswärtsfragebogen beteiligt haben!
Die detaillierten Ergebnisse
7. Womit bist Du angereist?
8. Kam es zu Problemen bei der An- und/oder Abreise?
9. Woher bist du angereist?
10. Hast Du dich über die Gegebenheiten/Bedingungen beim Auswärtsspiel bereits im Vorfeld erkundigt?
11. Wie oft fährst Du zu den Auswärtsspielen von Dynamo?
12. Warst Du im Steh- oder Sitzplatzbereich?
13. Wie alt bist Du?
14. Dein Geschlecht?
In unserem Auswärtsfragebogen schilderten Dynamo-Fans ihre Sicht auf den Spieltag, die wir an dieser Stelle auszugsweise wiedergeben möchten (Fehler und Wortwahl im Original. Der Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Kommentare können nicht überprüft werden):
Typisch das Arslan trifft für RWE.
Die Toiletten waren auch nicht gut ausgestattet!
Das Essen war gut.
Der Einlass war auch katastrophal, ich als Frau wurde streng kontrolliert als die Männer. Bei der Kontrolle wurde ich auch unsittlich Berührt unter dem BH und an dem Hintern.
Aber im Großen und Ganzen ein gutes Spiel!
Sind vier Stunden vor Spielbeginn angekommen und haben bei einen Polizisten nachgefragt, wann wir auf den ausgeschilderen Gästeplatz fahren dürfen. Da wurden wir abgewiesen und uns wurde mitgeteilt, das dieser erst 12 Uhr aufmacht. Was wir nicht verstehen könnte, aber okay.
Sind nach 12 Uhr wieder hingefahren, wurden dann von einem Order hingewiesen, das der Parkplatz nur für Omnibusse / Sprinter genutzt werden darf. Für PKWs war nichts ausgeschildert, haben dann einen gefunden. Da wir nicht die einzigen waren, die abgewiesen wurden.
Einlasskontrollen eine Katastrophe.
Es waren nur Ausländische Mitarbeiter, diese haben einen blöd gemacht, wenn man ihn das Ticket nicht gezeigt hat. Bei der Körperkontrolle bin ich extra zu einer deutschen Frau gegangen und habe ich mich extra mit dem Rücken zur ihr gedreht, damit ich unerwünschten Berührungen vorbeugen kann. Sie ist mit ihrer Hand an meinen Hintern gegangen und dann sollte ich mich umdrehen und ist mir an und unter die Brüste gegangen. Was ich eine Frechheit finde. Ich war nicht die einzige, der das passiert ist. Einen Ordner von der SGD habe ich leider nicht gefunden.
Man wurde angeschnauzt, das es kein Wartebereich ist, weil man auf seine Begleitung gewartet hat.
Ticketkontrolle:
Selbe Problem wie oben genannt, es waren wieder nur ausländische Männer. Das Ticket von meinem Freund ging ohne Probleme. Bei meinen zeigte es Multiticket an, das es bereits angescannt wurde. Was es definitiv nicht wurde. Ich wurde daraufhin zu einer Dame hingeschickt, die sollte das Ticket wieder frei geben. Also ich bin ich zu dieser Dame gegangen, diese konnte mir nicht helfen. Sie meinte nur sie verkauft nur die übrige geblieben Karten und hat keinen Scanner. Auch die anderen Ordner vom Sitzbereich konnten mir nicht helfen. Ich habe mir dann einen anderen Ordner gesucht. Bei diesen hat es wieder nicht geklappt. Er meinte er ob das Ticket vtl kein Original ist? Ich weiß ihn drauf hin, das wir beide Tickets zusammen geholt haben. Dieser hat dann glücklicher Weise seinen Chef dazu geholt. Dieser hat mich dann reingelassen. Auch hier wieder kein Ordner von Dresden ersichtlich.
Also ist man genervt in das Stadion, ab dann lief ohne Probleme.
Die Stimmung im Block war super! Die Fans haben friedlich den Verein angefeuert & für ordentlich Stimmung gesorgt. Ich hatte Verwandschaft dabei, welche das erste Mal ein Dynamo-Spiel besuchten. Sie waren begeistert was die Fans leisten!
Im vergleich zu den letzten Auswärtsfahrten war die Stimmung eher schlecht gerade im sitzbereich.
Die Parkplatz Situation war auch bescheiden habe im Endeffekt mich bei rwe Fans erkundigt wo man sicher parken kann da man für p2 ein digital Ticket gebraucht hätte naja im Nachhinein ist man immer schlauer
Auf Nachfrage beim Ordner hat man als Antwort bekommen das man im Industrie Gebiet eventuell parken kann
Stimmung war phasenweise echt krank, hat etwas an die Zeiten von Lehmi erinnert
Polizei ausnahmsweise mal freundlich und sparsam eingesetzt
Der Shuttle vom Hbf Essen zum Stadion hat gut geklappt, obwohl da vielleicht seitens der Veranstalter mehr Infos an die Fans im bereits wartenden Bus überbracht werden sollten bezüglich der Abfahrt. Rückzu hat das deutlich besser geklappt. Bus voll, Abfahrt.
Die vorher angekündigten strengen Kontrollen empfand ich als vollkommen normal. Auch an sich war der Einlass schnell Vollzogen. Negativ seh ich die bauliche Situation im Gästeblock. Als wir ankam war dieser schon gut gefüllt und man musste erstmal schauen wo überhaupt die Wege sind und dann ein Platz finden im Stehblock war gar nicht so einfach.
Einlass unterirdisch. Lange Wartezeit.
Die junge Frau bei der Kontrolle war der Meinung mit ihrer Hand an den schenkelinnenseiten bis ganz nach oben in den Schritt zu fahren.
Nach dem Hinweis von mir das dies nicht geht sagte sie nur man soll sich nicht so anstellen.
Ein no Go…
Bei den Kontrollen haben sich die Ordner zusammengerissen, zumindest kein unnötiges befummeln.
Schnitzelbrötchen und Bier waren top.
Parken schwierig, wir waren 11:30 da und da waren schon viele Stellplätze belegt, was eine längere Parkplatzsuche im Gewerbegebiet nach sich zog.
Die Einlasskontrolle viel, wie zu erwarten, negativ auf. Es ging nur langsam voran und die Kontrolle an sich viel sehr gründlich aus, für meinen Geschmack das maximal des Zumutbaren. Man wurde schon sehr genau angefasst. Der berüchtigte Griff in den Intimbereich kam aber zumindest bei mir nicht vor.
Unglaublich, dass wegen einer Lappalie wie Aufklebern Hausverbot angedroht wird. Da frage ich mich schon, ob die Verantwortlichen noch ganz dicht sind. Genützt hat diese Drohung natürlich nichts- wir kleben sowieso!
Kritisch zu erwähnen sind die Wartezeiten beim Catering. Über 30 Minuten anstehen für 2 Bratwürste ist einfach zu lang.
Negativ fielen mir auch die Sanitäreinrichtungen auf - warum ist in keiner der Kabinen Toilettenpapier vorhanden? Warum läuft das Klo beim Spülen über, ohne dass es vorher verstopft war?
Nun zum Spiel: Eingeleitet wurde die Partie durch eine schöne Choreo, die Stimmung blieb danach auf einem guten Niveau, kam aber nicht an den sehr guten Auftritt in Aachen heran. Gerade gegen Ende der Partie fehlte irgendwie die letzte Durchschlagskraft.
Rückzu top!
Die Security war nett und freundlich (bis auf zwei Ausnahmen). Die Polizei war ebenfalls freundlich und hat keinen Stress gesucht, und die Stimmung im Block war wie immer Weltklasse.
Alles in allem, ein sehr gelungener Tag. (bis auf das Ergebnis)
Die Trennung der Sitz- und Stehplatzbereiche war dahingehend gut, dass die Rollifahrer und nicht mehr so guten Steher mit allen gemeinsam und auch im Sitzen das Spiel und die Stimmung genießen konnten. Allerdings reisten auch wieder viele Stimmungsvermieser mit. Einige waren bereits vor Spielanfang betrunken und schliefen dann in ihren Sitzen, andere nutzten das Spiel um sich 90 Minuten lang ausschließlich mit ihrer Gruppe lautstark zu unterhalten und den Schiri zu beleidigen.
Der Ansager mit der grauen Jacke, der auf dem Zaun zum Spielfeldrand saß im Stehblock, war richtig gut. Die Ansagen waren eigentlich gut zu hören (danke, fürs Geradehalten des Megafons - so hört man die Ansagen echt gut) und er auch gut zu sehen. Allerdings war noch ein weiterer Typ mit Megafon am Zaun zwischen Steh- und Sitzplatzbereich, der ständig mit dem Megafon schwenkend irgendetwas reinquatschte. Am Anfang war unklar, ob es Wechselgesänge gibt und er dem Sitzplatzbereich die Einsätze vorgibt. Aber es folgten keine Einsätze mehr. Irgendwann merkten wir, dass er einfach nur reinquatschte. Leider hörten wir dadurch keine Ansagen mehr von vorn und die Stimmung war mau. Sehr schade. Es gab sehr viele Motivierte (allein schon aufgrund der Kälte).
Zum Block selbst - 2 Toiletten für die Frauen im gesamten Sitzplatzbereich? Ernsthaft? Ich war sehr froh, dass wir nicht viele Frauen im Stadion waren. Dass das Klopapier mit in die Toiletten genommen werden musste stand zwar im Sanitärraum geschrieben, allerdings konnten das manche Kids noch nicht lesen. Kurze Angabe zu dieser Besonderheit wäre in der Faninfo gut gewesen. Wirklich schade war, dass es nicht ein warmes Getränk gab. Im Block zog es extrem und viele hätten sich gern etwas zum Aufwärmen gekauft. Gerade Tee macht nicht wirklich viel Aufwand und hätte schnell angeboten werden können - entsprechende Becher waren jedenfalls schon da am Tresen.
Eine super Idee waren die Männer mit den Biertanks. Dies wurde auch zahlreich (und bei manchen zu oft) in Anspruch genommen. Schön wäre es, wenn die Jungs auch alkoholfreie Getränke mitgehabt hätten. Bei den Auswärtsfahrten gibt es schließlich viele Autofahrer.
Wenn man jetzt noch die Becherwerfer auf dem Essenblock neben dem Sitzplatzbereich in den Griff bekommen würde, wäre es noch besser. Die waren sehr nervig.
Einlass war auch völlig ok, wenn auch ziemlich gemütlich, da immer nur 1 Person reingelassen wurde.
Was allerdings richtig nervig war (keine Ahnung ob von Dynamo oder Essener Seite her), wie kann es sein das man mehrere Tickets bestellt, die aber nicht zusammenhängend sind ? Bei uns war die Treppe dazwischen, was „ok“ ist, wenn man Erwachsen ist. Wir konnten allerdings tauschen und hintereinander sitzen, weil es der Reihe vor uns genauso ging. Was aber gar nicht geht, wenn das Leuten mit Kindern passiert. 2 sitzen Reihe x und die 3: Person Reihe Z. Das ist gestern extrem häufig vorgekommen und scheint wohl normal zu sein in Essen wie wir aus Gesprächen mitbekommen haben.
Da sollte sich wirklich was ändern, falls wir nochmal dahin müssen.
Der Stehplatzblock war dann schon sehr voll, das wir uns wie die Heringe irgendwo reinpressen mussten. Auf dem Bahnhof mussten wir dann leider länger verharren, weil ein Zug nach Hamburg ausfiel und ein anderer verspätet war. Wir (obwohl ohne sichtliche Fankleidung) wurden dann von einigen Essener'n in Augenschein genommen und ein 'Angriff' wurde von den anwesenden Polizisten vor Ort zum Glück verhindert. Richtig sicher fühlten wir uns dann erst im Zug.
Die Stimmung im Block war nach Aachen wieder einmal Extraklasse. Ein Lob an die Vorsänger
Man hat Seitenstraßen im Industriegebiet empfohlen
Leider gab es wieder Fans, welche im Block und im Sanitärbereich Graffiti gesprayt haben.
Das erzeugt wieder ein negatives Bild von unserem Verein und das bei dieser wirklich guten Gastfreundschaft.Zumal Essen sich offensichtlich die Mühe macht, regelmäßig die Verunstalltungen von Gäatefans zu beseitigen.
Vor dem Stadion waren auch einige Hunde, alle ohne Maulkorb, da füllten man sich schon ein wenig mulmig dabei, weil auch die Hunde die ganze Zeit bellten.
Bei der Einlasskontrolle wurden dieses Mal die Frauen intensiver abgetastet als die Männer. Man musste die Jacke öffnen und sich von Brust bis hin zu den Oberschenkeln sehr intensiv abtasten lassen.
Auf der Rückreise hat der Anschluss Zug nach Leipzig eine halbe Stunde auf uns gewartet. Dafür kann man der DB tatsächlich mal Danke sagen.
Unterirdisch
Passt aber zum Stadionsprecher der sich auch geäußert hat mit den Worten „…… bis zur …. Minute hatten wir euch an den Eiern….“
Scheint im Westen wohl so eine Neigung zu sein.
Kontrolle wegen Aufkleber hat auch echt super funktioniert 👍