Gemeinsam Haltung zeigen – Workshop unter dem Motto „Love Dynamo – Hate Racism“

Gemeinsam Haltung zeigen – Workshop unter dem Motto „Love Dynamo – Hate Racism“

Am 16.10.2025 fand im Rahmen der Initiative „Love Dynamo – Hate Racism“ ein besonderer Workshop des Fanprojekts Dresden gemeinsam mit der Giraffenbande statt. Unter dem Motto „Gemeinsam für Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt“ setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie Fans, Verein und Gemeinschaft gemeinsam Haltung gegen Rassismus zeigen können.

Im Mittelpunkt stand dabei Leitsatz 10 der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden, der betont, dass Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus im Verein keinen Platz haben. Gemeinsam wurde dieser Leitsatz genauer unter die Lupe genommen: Was bedeutet er im Alltag? Wie können wir ihn als Fans und Teil der Dynamo-Familie mit Leben füllen? In einer großen Runde diskutierten die Teilnehmenden zahlreiche Fragen und tauschten persönliche Erfahrungen aus.

Ein kreatives Highlight des Tages war die Gestaltung individueller Stoffstücke, auf denen die Teilnehmenden ihre Gedanken, Symbole und Botschaften zu Toleranz, Vielfalt und Fairness zum Ausdruck brachten. Anschließend wurden die einzelnen Stoffteile zu einem großen, symbolischen Trikot zusammengesetzt und auf einer Leinwand befestigt – als sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und eine klare Haltung gegen Rassismus.

Neben den inhaltlichen und kreativen Elementen kam auch die Bewegung nicht zu kurz: Zum Abschluss wurde gemeinsam Fußball gespielt, wodurch das Motto des Tages noch einmal auf dem Platz spürbar wurde – mit Fairplay, Teamgeist und Spaß am Spiel.

Projektwoche „Flucht, Migration & Fußball“ im Stadion

Projektwoche „Flucht, Migration & Fußball“ im Stadion

In der Projektwoche „Flucht, Migration & Fußball“ vom 17.03.- 21.03.2025 haben sich Jugendliche aus fünf Schulen intensiv mit der Verbindung zwischen Fußball, Flucht und Migration auseinandergesetzt. Durch interaktive Workshops, einer fußballspezifischen Wanderausstellung und spannende Diskussionen wurde deutlich, dass Fußball ohne Migration nicht denkbar ist. Der Sport hat sich einst von England aus in die Welt verbreitet, und vor mehr als 100 Jahren gründeten Einwanderer in vielen Ländern eigene Vereine. Später verstärkten sie Klubs und Nationalteams ihrer neuen Heimat. Auch heute spielen in Deutschland viele Menschen mit Fluchterfahrung Fußball. Der Sport kann eine starke Kraft für Integration sein und verbindet Menschen unabhängig von Herkunft oder Sprache.

Die Teilnehmenden setzten sich mit zentralen Fragen auseinander: Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Welche Wege nehmen sie auf sich? Und welche Rolle kann Fußball dabei spielen, in einer neuen Gesellschaft anzukommen? Dabei ging es nicht nur um theoretisches Wissen, sondern auch um persönliche Geschichten geflüchteter Spieler sowie um die Herausforderungen der Migration.

Die Woche bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Ausstellung, Workshops und Teamarbeit. Eine interaktive Ausstellung veranschaulichte die Geschichte von Flucht und Fußball, während sich die Teilnehmenden in Gruppendiskussionen über ihre Eindrücke und Gedanken austauschten. Durch kreative Reflexionsmethoden wurden die Inhalte nachhaltig verankert. Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in Wirksamkeit von Fanszenen, die verdeutlichten, wie stark sich viele Fans für geflüchtete Menschen engagieren – sei es durch Spenden, Turniere oder Patenschaften.

Fußball kann Brücken zwischen Kulturen bauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Respekt, Vielfalt und Fairplay spielen dabei eine entscheidende Rolle – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Alltag. Zum Abschluss der Projektwoche reflektierten die Teilnehmenden ihre Eindrücke und schrieben sich selbst einen Brief, der ihnen einige Wochen später in die Schulen geschickt wird. So bleibt die Erinnerung an die erlernten Inhalte lebendig und regt dazu an, sich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Projektwoche „Flucht, Migration & Fußball“ hat eindrucksvoll gezeigt, dass Fußball weit mehr ist als nur ein Spiel – er kann Chancen schaffen, Vorurteile abbauen und Menschen verbinden.

Workshop mit der A-Jugend von TUs Weinböhla

Workshop mit der A-Jugend von TUs Weinböhla

Seit 2020 veranstalten wir mit dem Projekt „Spielmacher – Offensiv für Fair Play“ Bildungsangebote für Jugendmannschaften. Seit 2021 besteht eine feste Kooperation mit der SG Dynamo Dresden. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig in den Schulferien Bildungsangebote für die Altersgruppen U13 bis U19 an. Am vergangenen Montag haben wir dieses Angebot mit einem Workshop beim Verein TUS Weinböhla auf den Amateurbereich ausgeweitet.

Warum sind solche Bildungsangebote wichtig?

Im Jugendfußball sind nicht nur sportliche Fähigkeiten maßgeblich für die ganzheitliche Bildung der Jugendlichen. Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen fördern soziales Bewusstsein und Empathie, stärken den Teamgeist und helfen, Vorurteile abzubauen. Sie regen kritisches Denken an und bereiten die Jugendlichen darauf vor, verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Durch die Vermittlung von Werten wie Fairness und Toleranz unterstützen diese Workshops die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler.

Der Workshop am Montag mit der A-Jugend von TUS Weinböhla auf dem Vereinsgelände war in vier Phasen unterteilt. Zu Beginn setzten sich die Spieler mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche Faktoren spielen eine Rolle, um ein gutes Team zu sein?
  • Welche Faktoren können das Team-Klima beeinträchtigen?
  • Was versteht ihr unter Fairplay?
  • Wo habt ihr bereits Diskriminierung erlebt?

Nach einem intensiven Austausch über die Antworten gingen wir tiefer auf den Prozess ein, wie Diskriminierung entsteht und welche Folgen entstehen können. Im nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit einem Video, das rassistische Vorfälle aus dem europäischen Fußball zeigte. Anschließend sprachen wir, welche Gefühlslagen bei Tätern und Opfern auftreten und welchen Einfluss solches Verhalten auf die Mannschaften haben kann. Zum Abschluss entwickelten die Spieler gemeinsam Strategien, wie sie in ähnlichen Situationen handeln könnten. Es wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um sowohl präventiv gegen Diskriminierung vorzugehen als auch betroffene Teammitglieder zu unterstützen.


Wir bedanken uns bei den Jugendspielern für ihren Einsatz neben dem Spielfeld.

Stadionfest im Rudolf-Harbig-Stadion am 14.05.

Stadionfest im Rudolf-Harbig-Stadion am 14.05.

Am 14. Mai 2024 fand das Stadionfest im Rudolf-Harbig-Stadion statt. Im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft bot dieses Event für über 200 Jugendlichen die Möglichkeit, tief in die Themen Sport, Bildung und europäischer Zusammenhalt einzutauchen. Hier ist ein Rückblick auf diesen spannenden Tag.

Vormittagsprogramm: Lernen und Diskutieren

Der Tag begann mit einer Eröffnungsrede von Mathias Weilandt, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Danach starteten sechs verschiedene Workshops, bei denen Schulklassen zu spannenden Themen wie DDR-Geschichte, Erinnerungskultur, Antidiskriminierung und Nachhaltigkeit im Fußball lernten. Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion unter anderem mit Kassem Taher Saleh, Benny Kirsten und der ehemaligen Profispielerin Greta Budde. Moderiert von Jens Umbreit und Tanaka Zveusche, diskutierten sie über die Rolle des Fußballs in der Gesellschaft und wie er zur Förderung von Toleranz und Zusammenhalt beitragen kann. Am Ende durfte die Frage nach dem Europameister 2024 nicht fehlen.

Nachmittagsprogramm: Stände und Unterhaltung

Nach der Mittagspause eröffnete Katja Meier, Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, das Nachmittagsprogramm. Hier konnten die Jugendlichen auf dem offenen Gelände zahlreiche Informationsstände besuchen, an lustigen Spielen teilnehmen und ein vielfältiges Bühnenprogramm genießen. Auf der Bühne spielten Ezé und Die Ukrainiens und sorgten für tolle Musik. Die Kombination aus Bildung und Fußball machte das Stadionfest zu einer gelungenen Veranstaltung für alle Beteiligten.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:

Stadion Dresden Projektgesellschaft, Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, die Stadt Dresden, Europa Direkt, Europe Direct Dresden, Rue de la Mémoire, das Institut Français, arche noVa, Europeers, Tolerave e.V., IVF Leipzig, Lernkurve Leipzig, Filmnächte Dresden, Aktion Zivilcourage, jungagiert e.V., das Kinder- und Jugendbüro und dem Stadtsportbund Dresden.

Straßenfußball-Turnier im RHS

Straßenfußball-Turnier im RHS

Von Dresden bis nach München als Finalturnier – immer wieder Straßenfußball. In 24 Städten quer durch Deutschland machen Jugendliche die UEFA EURO 2024™ auch zu ihrer Europameisterschaft.

Durch das Straßenfußball-Turnier am 24.04.2024 im Rudolf-Harbig-Stadion und die Fairplay-Philosophie von Kickfair lernten junge Menschen die Werte des Fußballs wie Fairness und Zusammenhalt zu leben und zu schätzen. Die aktive Beteiligung aller Spielerinnen und Spieler förderte Prinzipien wie Teamarbeit, gemeinsame Spielzeit und die Fähigkeit, Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden.

Dresden war der Ausgangspunkt des Projekts Common Ground 24. Am „Kick-Off“-Turnier, haben elf Schulen mit über 80 Jugendlichen teilgenommen.

Pink versus Blau in den Winterferien

Pink versus Blau in den Winterferien

Am 13.02.2024 um 9:00 Uhr war Anstoß zum dreitägigen Workshop zum Thema Männlichkeit und Weiblichkeit im Fußball. Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir mit einer ersten Übung, bei der die Jugendlichen ihre Position zu verschiedenen Aussagen zu diesem Themenkomplex festlegten.

Die Gruppen wurden anschließend aufgeteilt, wobei die Jungen im Stadion verblieben, während die Mädchen sich ins Fanhaus begaben, um ein köstliches Mittagessen zuzubereiten. Die Jungen vertieften ihr Verständnis für die Entwicklung des Fußballs in Deutschland seit 1900 und insbesondere, wie sich der Sport in Bezug auf das Thema Männlichkeit verändert hat. Nach diesem theoretischen Input begaben sie sich auf eine themenspezifische Stadionführung. Während dieser Führung setzten sich die Jungen mithilfe verschiedener Methoden intensiv mit Fragen auseinander, die den Frauen- und Männerfußball betreffen. Themen wie die Erfahrung von Frauen und Männern bei einem Stadionbesuch, die Gehaltsunterschiede im Profisport und welche Diskriminierungsformen im Stadion stattfinden, wurden tiefgründig diskutiert.

Nach der anregenden Stadionführung begaben sich die Jungen ebenfalls ins Fanhaus, um sich bei Spaghetti Bolognese zu stärken. Der Nachmittag bot den Jugendlichen Freizeit, in der sie zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen konnten. Ob Playstation, Tischkicker, Dart oder eine lockere Runde Fußball im Außenbereich – die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Interessen zu verfolgen und gleichzeitig die Themen der Projekttage weiter zu diskutieren.

Am zweiten Tag begaben sich die Mädchen auf eine spannende Stadiontour, während die Jungen ihre Kochkünste im Fanhaus unter Beweis stellten, um ein schmackhaftes Mittagessen für alle Jugendlichen vorzubereiten.

Nach Bratwurst mit Kartoffelbrei und Sauerkrautstand stand ein kreativer Baustein auf dem Programm. Alle Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ein eigenes Logo zu entwerfen, das am dritten Tag auf T-Shirts gedruckt werden sollte. Das Entwerfen des eigenen Logos diente nicht nur Förderung von Kreativität, sondern bot auch Raum für Selbstausdruck und Identifikation mit dem Workshopthemen.

Der dritte und abschließende Tag fand vollständig im Fanhaus statt. Der Tag begann mit einer gemeinsamen Versammlung im vereinseigenen Kino, wo wir zwei Kurzfilme zum Thema „Sprache ist Gewalt“ betrachteten. Ziel war es, dass die Jugendlichen ihre Eindrücke, Gefühle und mögliche eigene Erfahrungen in schriftlicher Form festhielten. Diese Übung sollte nicht nur die Sensibilität für die Wirkung von Sprache schärfen, sondern auch Raum für individuelle Reflexion bieten. Danach folgte eine offene Diskussionsrunde, in der die Jugendlichen ihre Meinungen austauschen konnten. Jeder hatte die Möglichkeit, über das Gesehene zu sprechen, eigene Perspektiven einzubringen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Diese tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema stärkte nicht nur das Bewusstsein für die Macht der Worte, sondern förderte auch den respektvollen Dialog innerhalb der Gruppe.

Der sportliche Höhepunkt des Tages war ein Fußballturnier im eigens dafür vorgesehenen Fußballkäfig. Hier konnten die Jugendlichen ihre erworbenen Kenntnisse und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Der Wettkampf bot nicht nur eine sportliche Abwechslung, sondern förderte auch den Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Spiel.

Der Abschluss des Projekttages fand im kreativen Gestalten der eigenen T-Shirts seinen Höhepunkt. Die Teilnehmenden konnten ihr individuell gestaltetes T-Shirt mit nach Hause nehmen, ein Symbol für die persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse der drei intensiven Projekttage.

Pünktlich um 15:00 Uhr endeten die drei Tage, die nicht nur sportliche, sondern vor allem auch soziale und emotionale Dimensionen des Fußballs abdeckten. Die Jugendlichen verließen das Fanhaus nicht nur mit ihren selbstgestalteten T-Shirts, sondern auch mit einem erweiterten Blick auf die Geschlechterdynamiken im Fußball und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl aller 22 beteiligten Jugendlichen aus den Oberschulen Boxdorf und Radeburg.