Beim vergangenen Spiel an der Bremer Brücke konnte die Mannschaft der SG Dynamo Dresden nur einen Punkt mit nach Hause nehmen. Von den rund 1.500 mitgereisten Dynamo-Fans nahmen im Anschluss an den Spieltag 186 Personen an unserem Auswärtsfragebogen teil und schilderten uns ihre Sicht auf die Bedingungen vor Ort. Insgesamt erreichte der Spieltag die Note 2,3, was eine leichte Verschlechterung gegenüber der letzten Begegnung 2024 (Gesamtnote 2,1) darstellt.
Am besten wurde das Verhalten der eigenen Anhänger bewertet (Note 1,7). Die Stimmung konnte dieses Mal nicht alle überzeugen: Ihre Note verschlechterte sich von 1,8 (2024) auf 2,3. In den schriftlichen Rückmeldungen finden sich einige Anmerkungen, dass man sich vor allem während der zwischenzeitlichen Führung mehr erhofft hätte. Lob gibt es trotzdem für die Vorsänger und Trommler.
Auch der Ordnungsdienst (Note 2,3) und der Einlass (Note 2,6) erhielten gehäuft kritische Rückmeldungen. Die Einlasskontrollen wurden als sehr penibel und teilweise übergriffig wahrgenommen. Zudem waren nach Einschätzung der Fans zu wenige Ordnerinnen für weibliche Fans im Einsatz. Die Polizei erhielt durchschnittliche Bewertungen (innerhalb des Stadions Note 2,1, außerhalb Note 2,4) und wurde punktuell als freundlich gelobt.
Die beiden größten Kritikpunkte des Spieltags waren die Parkplatzsituation und die sanitären Anlagen. Bemängelt wurde, dass die Parkplätze schon lange vor dem Spiel voll waren und Fans trotz pünktlicher Anreise wieder weggeschickt wurden. Die Lösung, in einer Wohnstraße zu parken, wurde nicht als ideal empfunden. Noch mehr negative Rückmeldungen gab es jedoch zu den Toilettenanlagen: mangelnde Hygiene schon kurz nach Stadionöffnung, keine klare Kennzeichnung von Damen- und Herrentoiletten, fehlendes Toilettenpapier und kein fließendes Wasser. Da ist noch deutlich Luft nach oben!
Großes Lob gab es dagegen für die gut organisierte Abreise und Verkehrsleitung nach dem Spiel.
Vielen Dank an alle, die sich an unserem Auswärtsfragebogen beteiligt haben, sowie an die sehr freundlichen Mitarbeitenden vor Ort am Spieltag.
Die detaillierten Ergebnisse
7. Womit bist Du angereist?
8. Kam es zu Problemen bei der An- und/oder Abreise?
9. Woher bist du angereist?
10. Hast Du dich über die Gegebenheiten/Bedingungen beim Auswärtsspiel bereits im Vorfeld erkundigt?
11. Wie oft fährst Du zu den Auswärtsspielen von Dynamo?
12. Warst Du im Steh- oder Sitzplatzbereich?
13. Wie alt bist Du?
14. Dein Geschlecht?
In unserem Auswärtsfragebogen schilderten Dynamo-Fans ihre Sicht auf den Spieltag, die wir an dieser Stelle auszugsweise wiedergeben möchten (Fehler und Wortwahl im Original. Der Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Kommentare können nicht überprüft werden):
- Toilettensituation für Frauen unterirdisch - wie immer in Osnabrück
War aber mehr drin
Selbst nicht als der eigene Freund was gesagt hat wurde mitgemacht. Dazu kommen dann die Leute die sich lieber mit ihren Handy beschäftigen oder sich schminken müssen. Solche Fans sollten lieber keinen Karten kaufen dürfen.
Shuttle-Busse gab es keine.
Under die glücklicherweise vorhandene Gepäckabgabe am Station war rechts vor dem Einlass.
Stimmung war heute leider überhaupt nicht toll fand ich persönlich...
Toiletten unter aller Sau!!!!
Aktive waren noch mindestens 25 Minuten hinter uns.
Stimmungs mäßig eher durchwachsen. Nicht der beste Auftritt auswärts.
Die Parkplatz Situation sehr fragwürdig. Die armen Anwohner. 🙈 gut organisiert war der Abzug. Egal welche ampelschaltung die Polizei winkt durch und somit gings ruckzuck raus auf die Bahn.. da können sich einige Städte was abgucken...
Sehr schwach fanden wir die Stimmung im gästeblock. Das hatte nich viel mit Support zu tun... die mitmachquote war unter aller sau. Dafür das wir lange geführt haben...
Die Musik Anlage im gästeblock viel zu laut. Und ständig irgendwelche werbe durchsagen. Das gehört abgeschafft ..
Stimmung gut, Vorsänger stets sehr bemüht, Mitmachquote teilweise verbesserungsfähig.
Größtes Manko, die Toiletten, da es bereits vor Spielbeginn kein Toilettenpapier mehr auf den Toiletten gab.
Vegetarisches Essen (außer eine Brezel) hab es leider auch nicht.
Die nette Dame der Sicherheitsbeauftragte hingegen waren wahnsinnig nett und an auch war es ein gelungener Tag in der Bremer Brücke.
-Die Toiletten eine absolute Frechheit...die Anzahl ein Witz, die Sauberkeit menschenverachtend,nur Ausstattung (schon von Anfang an kein Toilettenpapier und irgendwann kein Wasser mehr)
-Irgendwann sollte man auch das Parkplatzproblem überdenken, wenn man 2.Liga spielen will
Dadurch auch keine Fantrennung möglich und man muss sich irgendwie zum Gästeblock durchschlagen, dabei war aber die anwesende Polizei behilflich.
Der Gästeblock ist wie immer eine Katastrophe. Warum überhaupt Sitzplätze verkauft werden, bleibt ein Rätsel.
Auch aufgrund der baulichen Gegebenheiten litt die Stimmung etwas, obwohl sich beide Capos alle Mühe gegeben haben. Bei der Unterstützung für die Mannschaft war diesmal noch etwas Luft nach oben.
Ein großes Ärgernis bleiben dagegen die widerlichen sanitären Anlagen.
Die Stimmung war heute ok, allerdings schade dass das Potenzial nur gelegentlich abgerufen werden konnte, keine gutes Warm-up für MD.
Absolut begeistert bin ich vom Capo im Stehplatzbereich, schnörkellos, klar und authentisch! Das Zusammenspiel mit der Trommel hat mir auch gefallen, nicht zu schnell und beide im gleichen Takt. Gerne wieder, auch zu Heimspielen!
Nach dem Spiel ging es relativ zeitnah wieder los und die Heimreise verlief ebenfalls planmäßig.
Die Toiletten Frauen . Das nach dem Spiel kein Wasser mehr zum Hände waschen ging..schon übel aber das dann noch nichtmal die Toilettenspülung mehr funktionierte, ist nicht nur alles unangenehm sondern auch total unhygienisch. Das geht garnicht...das Stadion an sich. Sehr in die Jahre gekommen. Stimmung war gut aber ausbaufähig. Ansonsten Spiel war so lalala...An-und Abreise ohne Probleme. Zum Catering kann ich nix sagen. Einlasskontrolle war okay. Massive Polizei vor dem Stadion störte schon.
Die Abreise hingegen muss man tatsächlich mal lobend erwähnen. Dank des von der Polizei geregelten Verkehrs waren wir innerhalb von knapp fünf Minuten verschwunden. So schnell bin ich bisher aus kaum einer anderen Stadt rausgekommen. Da können sich einige andere Standorte definitiv eine Scheibe abschneiden.
Der Einlass verlief bei uns ebenfalls völlig entspannt. Einzig die Tatsache, dass für die Kontrolle der Frauen gerade einmal zwei Mädels zuständig waren, sorgte für etwas Wartezeit. Die Kontrolle selbst war dann allerdings eher eine kurze Streicheleinheit als eine ernsthafte Durchsuchung. Da hätte man sich fast noch für die kleine Massage bedanken können.
Weniger angenehm wurde es dann bei der Toilettensituation. Eine absolute Katastrophe, egal ob bei Männern oder Frauen. Bereits zum Einlass waren die ersten Toiletten übergelaufen. Das muss man auch erstmal schaffen, bevor der Großteil der Leute überhaupt im Stadion ist. Der obere Toilettencontainer war zu Beginn immerhin noch halbwegs benutzbar, allerdings hatte man sich die Beschilderung für Männer und Frauen offenbar direkt gespart. Mich persönlich stört das weniger, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht jede Frau begeistert ist, wenn plötzlich zwei oder drei Männer mit ihr auf der Toilette stehen. Andererseits war das vermutlich noch das kleinste Problem dieser sanitären Meisterleistung.
Am Ende stellt sich sowieso die Frage, ob man sich nun auf den Toiletten die nächste unbekannte Krankheit einfängt oder das augenscheinlich asbesthaltige Dach im Gästeblock den Rest erledigt. Gesundheitlich schien dieser Stadionbesuch jedenfalls einige Überraschungen bereitzuhalten. Der Zustand des Stadions ist in manchen Bereichen wohl irgendwann stehen geblieben, und seitdem hat sich offenbar auch niemand mehr so richtig dafür interessiert.
Die Stimmung im Gästeblock war leider ebenfalls kein großes Highlight. Abgesehen von einzelnen Ausreißern nach oben, bei denen man kurzzeitig daran erinnert wurde, wie laut so ein Dresdner Gästeblock eigentlich sein kann, war das Ganze wieder einmal ziemlich durchschnittlich. Mittlerweile leider ein Zustand, an den man sich in den letzten Jahren fast schon gewöhnt hat.
Dabei ist mir auch relativ egal, welcher Gegner auf dem Platz steht. Es gab Zeiten, da wurde selbst gegen Großaspach mehr Stimmung gemacht als heute gegen einen durchschnittlichen Gegner. Wenn man bedenkt, wie viele Leute Dynamo Woche für Woche durch die Republik begleiten, ist das schon ziemlich traurig. Tausende Leute fahren hunderte Kilometer, nur damit am Ende gefühlt die Hälfte ihre Stimme für die Rückfahrt aufhebt.
Das Potenzial ist definitiv vorhanden, nur scheint es mittlerweile manchmal schwieriger zu sein, den gesamten Block zum Mitmachen zu bewegen, als in Osnabrück eine funktionierende Toilette zu finden.
Unterm Strich eine entspannte Auswärtsfahrt mit überraschend guter Abreise, fragwürdigen sanitären Verhältnissen und einer Stimmung, bei der definitiv noch Luft nach oben ist. Wobei man bei dem Stadionzustand lieber nicht zu genau wissen möchte, was sich da oben eigentlich alles befindet.
Kein Vergleich mit Gelsenkirchen wo wir ca. 2 Std auf dem Parkplatz warten mussten.
Das die Snwoner dort sowas aller 3 Wochen zulassen wundert mich.
Aber dennoch alles entspannt, auch die Ordner am Eingang.
Ärgerlich dass es keine Sitzplätze im Auswärtsblock gibt.
Wir 50+ Auswärtsfahrer können nicht jeder 90min durchhüpfen.
Wenigstens in der Pause haben wir uns dann mal auf die Stufen setzten können.
Stimmung, vor allem in Halbzeit 1, sehr stark.
