Rückblick: Bildungsfahrt Österreich 2026

25. Aug. 2026

Tag 1 – Anfahrt & Gedenkstätte & Spielerabend

Das Fanprojekt veranstaltete in diesem Jahr bereits zum vierten Mal eine Bildungsfahrt nach Österreich. Mit sechs Jugendlichen im Gepäck startete die Fahrt am frühen Sonntagmorgen am Fanhaus. Der erste Stopp führte zu einer Gedenkstätte: Nachdem es in den vergangenen Jahren bereits Besuche in Flossenbürg, Dachau und der Dokumentation Obersalzberg gegeben hatte, ging es in diesem Jahr zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Dort befand sich das größte Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf österreichischem Gebiet. Bis zur Befreiung am 5. Mai 1945 wurden im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern rund 190.000 Menschen inhaftiert, mehr als 90.000 von ihnen wurden getötet (https://www.mauthausen-memorial.org/de/Wissen/Das-Konzentrationslager-Mauthausen-1938-1945). Prägend für den Standort war ein Steinbruch, in dem die Häftlinge Granit für die sogenannten Führerbauten abbauen mussten. Bereits wenige Jahre nach Kriegsende wurde das ehemalige KZ Mauthausen zu einer Gedenkstätte umgestaltet, in der noch heute viele Orte – Steinbruch, Blockhäuser, Krematorium – erhalten und zugänglich sind. Unsere Gruppe erkundete das Gelände zunächst mit Audioguides und beschäftigte sich anschließend mit einzelnen Biografien von Gefangenen und Mitarbeitern des Lagers. Der Besuch hinterließ bei allen einen bleibenden Eindruck.

Im Anschluss wurde die Anfahrt fortgesetzt, mit einem kurzen Zwischenstopp an der Unterkunft in Losenstein. Nach einer kurzen Erfrischung im Pool ging es gleich weiter, denn uns erwartete ein Meet-and-Greet-Abend mit der kompletten Mannschaft. Dieser wurde für alle ins Trainingslager mitgereisten Fans veranstaltet und bot die Möglichkeit, mit den Spielern und weiteren Mitarbeitern der SGD in Kontakt zu kommen. Ein schöner Sonnenuntergang und stimmungsvolle Musik machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Auf der Rückfahrt schafften wir es noch, die letzte geöffnete Pizzeria zu erreichen, und ließen den ereignisreichen Tag bei Pizza und guten Gesprächen ausklingen.

Tag 2 - Wandertag

Am zweiten Tag der Bildungsfahrt stand Bewegung in der Natur auf dem Programm. In zwei Gruppen ging es auf unterschiedliche Touren. Die "Anfängergruppe" erkundete die Burgruine, die über dem Ort Losenstein thront, und konnte nach einem kurzen, bergigen Anstieg die Aussicht über den gesamten Ort genießen, durch den die Enns – ein Nebenfluss der Donau – fließt. Auf der vierstündigen Wanderung gab es zudem Gelegenheit, sich den Ort genauer anzuschauen und die österreichische Küche zu probieren.

Die "fortgeschrittene" Wandergruppe machte sich auf den Weg in den Nationalpark Kalkalpen. Auf einer 14 km langen Tour durchquerten sie zunächst die beeindruckende Dr.-Vogelgesang-Klamm. Im Anschluss folgten einige sehr steile Höhenmeter, bevor die Gruppe den Karleck umrundete. Begleitet wurde sie dabei von einem großartigen Bergpanorama und unzähligen Kühen, die auf herrlichen Bergwiesen ihre Ruhe genossen. Nachdem die größten Anstiege geschafft waren, wurde die Gruppe mit einer wohlverdienten Einkehr auf der Bosruckhütte belohnt. Schließlich ging es zurück zum Auto. Am Ende standen über 1.000 Höhenmeter auf der Uhr.

Nach dem sportlichen Tag fanden sich schließlich alle wieder in der Unterkunft zusammen und berichteten sich beim gemeinsamen, selbstgekochten Abendessen gegenseitig, wie sie den Tag verbracht hatten. Der Abend wurde außerdem genutzt, um den noch unerfahrenen FP-Gängern das Kartenspiel Knack beizubringen. Als schließlich alle Mitgereisten die Regeln einigermaßen verinnerlicht hatten, wurde eine abendfüllende Turnierrunde gespielt. Mit viel Humor und knappen Siegen ging der Abend schließlich zu Ende.

Tag 3 - Frühaufsteher & See & Fußball

Schon am Vorabend setzte sich ein Teil der Reisegruppe das Ziel, den nächsten Tag mit dem Sonnenaufgang auf der Burgruine Losenstein zu beginnen. Dementsprechend klingelten die Wecker schon sehr zeitig: nämlich um 4:45 Uhr! Mit einer Kanne Kaffee im Gepäck ging es also los, und die Gruppe wurde mit einem herrlichen, einsamen Blick über den noch schlafenden Ort belohnt. Trotz der frühen Uhrzeit gab es keine schlechte Laune. Im Gegenteil, es gab viele lustige Anekdoten, während alle gemeinsam zusahen, wie die Sonne langsam hinter den umliegenden Bergen aufging. Wer denkt, dass die Truppe nach einer einstündigen Rast genug hatte, der irrt sich. Es wurde beschlossen, gleich Brötchen für das Frühstück zu holen, und auf dem Weg nutzten zwei mutige Gefährten die Gelegenheit zu einer Abkühlung in der Enns. Erfrischt und mit Brötchen unter dem Arm ging es zurück zur Unterkunft.

Das nächste Highlight des Tages sollte zunächst der Wasserfall "Faller Bucht" werden. Dort angekommen, musste die Gruppe jedoch feststellen, dass dieser so gut wie kein Wasser führte. Entsprechend ernüchtert wurde die Weiterfahrt angetreten. Zum Glück stand noch der Gleinkersee auf dem Programm, der mit seinem klaren Wasser und der Lage inmitten der Berge deutlich mehr überzeugen konnte. Ein Teil der Gruppe nutzte die Zeit vor Ort für einen kleinen Rundgang, während der andere Teil das kühle Nass genoss. Nach dem Mittagessen wurde außerdem fleißig für die am Abend geplante Fortsetzung des Knackturniers geübt. Am Ende hatten wirklich alle die Regeln des Kartenspiels verinnerlicht.


Am Nachmittag stand der Besuch des öffentlichen Trainings der Profis der SG Dynamo Dresden in Windischgarsten auf dem Plan. Bei dieser Gelegenheit konnten wir uns die alten und neuen Spieler aus nächster Nähe ansehen und darüber fachsimpeln, welchen Zweck die jeweiligen Trainingsübungen wohl hatten. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, im kleinen Kreis mit Teilen der Mannschaft in Kontakt zu kommen. Das war für alle Teilnehmenden ein ganz besonderer Moment. Zum Abschluss des Tages wurde das Knackturnier fortgesetzt und schließlich ein Gesamtsieger gekürt. Nochmal herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Tag 4 – Rückfahrt mit Zwischenstopp Linz

Am Tag unserer Abreise sollte es nicht direkt nach Hause gehen. Stattdessen wurde die Heimfahrt für einen Zwischenstopp in der Stadt Linz genutzt, die auf der Strecke lag. Die Teilnehmenden nutzten die Zeit, um sich die barocken Gebäude der Innenstadt anzusehen, Souvenirs zu shoppen und ein Eis zu essen. Das Vorhaben, die Linzer Torte zu probieren, wurde nach einer Sichtungskontrolle und der Feststellung, dass diese ganz schön trocken aussieht, dann doch nicht umgesetzt. Während der weiteren Heimfahrt wurde die Bildungsfahrt noch einmal gemeinsam ausgewertet. Dabei wurden viele schöne Erinnerungen, neu erlerntes Wissen, lustige Anekdoten und die Highlights der vergangenen Tage geteilt.